ME/CFS – Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue-Syndrom

Eine unsichtbare Krankheit mit heimtückischem Verlauf !

Verharmlost unter der Bezeichnung “Chronisches Fatigue-Syndrom”

Was ist Myalgische Enzephalomyelitis?

Seit 1969 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unter dem ICD-10-Code G93.3 anerkannt, wird die Myalgische Enzephalomyelitis (ME) als neurologische Erkrankung eingestuft, ebenso wie andere Krankheiten, die das Gehirn und das zentrale Nervensystem betreffen.

Es handelt sich um eine schwere, komplexe und zutiefst beeinträchtigende neurologische Erkrankung.

Zu den wichtigsten Symptomen gehören:

  • Anhaltende extreme Erschöpfung, die sich durch Ruhe nicht bessert und in keinem Verhältnis zur erbrachten Anstrengung steht.
  • Belastungsintoleranz (oder Post-Exertionelle Malaise – PEM): deutliche Verschlechterung der Symptome nach körperlicher oder geistiger Anstrengung, teilweise über mehrere Tage oder Wochen hinweg.
  • Muskel- und Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen sowie ein allgemeines Krankheitsgefühl.
  • Kognitive Störungen (“Gehirnnebel”): Konzentrationsprobleme, Störungen des Kurzzeitgedächtnisses, Verwirrtheit und verlangsamtes Denken.
  • Schlafstörungen: nicht erholsamer Schlaf, Schlaflosigkeit oder übermäßige Schläfrigkeit.
  • Funktionsstörungen des autonomen Nervensystems: Schwindel, Herzklopfen, Hitze- oder Kälteintoleranz, Verdauungsprobleme usw.
  • Häufige Störungen des Immunsystems, mit erhöhter Anfälligkeit für Infektionen oder Medikamentenunverträglichkeiten.

Warum die Bezeichnung “Chronisches Fatigue-Syndrom” ?

Diese Bezeichnung wurde eingeführt, um die Krankheit zu vereinfachen, und hat dadurch die tatsächlichen Auswirkungen der Erkrankung verharmlost. Sie trägt bis heute zu einer falschen Wahrnehmung ihrer Schwere bei.

Was Betroffene erleben, hat nichts mit gewöhnlicher Müdigkeit zu tun: Es handelt sich um eine tiefe, manchmal vollständige Erschöpfung, die schnell zu einer schweren Einschränkung führt – ein Zustand, den das Wort “Müdigkeit” nicht angemessen beschreibt.

Zu sagen, man leide an einem “Chronischen Fatigue-Syndrom”, führt oft zu Reaktionen wie:

“Du solltest dich ein paar Tage ausruhen, dann wird es schon besser.”
Oder schlimmer noch: “Das ist bestimmt psychosomatisch, du solltest einen Psychiater aufsuchen.”

Und vor allem… es wird nicht weiter nachgeforscht.

Selbst im medizinischen Bereich wissen die meisten Behandelnden — Hausärzte, Psychiater oder Fachärzte — nicht wirklich, worum es sich dabei handelt.

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